Geschichte

In den 60er Jahren prosperierten Industrie und Gewerbe im mittleren Toggenburg. Fast alle Unternehmungen suchten gute Fachkräfte. Leere Wohnungen waren Mangelware, wodurch sich die Arbeitswege verlängerten. Der Gedanke für eine bessere regionale Zusammenarbeit begann Fuss zu fassen, umso mehr als die Wachstumseuphorie als gegeben hingenommen wurde und es jedermann klar war, dass die zukünftigen Aufgaben nicht mehr von einzelnen Gemeinden allein bewältigt werden könnten. 

1968 liessen weitsichtige Unternehmer beim Seminar für Fremdenverkehr und Verkehrswirtschaft an der Hochschule St.Gallen eine Untersuchung über die Einführung eines Busbetriebes im Raum Lichtensteig, Wattwil, Ebnat-Kappel erstellen. Diese Untersuchung kam zum Schluss, dass das Bedürfnis nach einem Busbetrieb von der Mehrheit der Bevölkerung bejaht würde, dass die Ertragsrechnung mit einem möglichen Defizit abschliessen dürfte, welche für die Region absolut tragbar wäre und dass sich die Konkurrenzierung der Bahn im engen Rahmen halten würde. 

Gründungsmitglieder

Die treibende Kraft zur Gründung des Busbetriebes war die Firma Heberlein, die Herren Dr. Alfred Vogt und andere Mitarbeiter, welche für die Aufgabe freigestellt wurden. Die Gründungsversammlung wurde am 9. Januar 1970 im «Volkshaus» Wattwil abgehalten. Die umfangreichen Vorarbeiten wurden von den nachstehenden Gründungs-mitgliedern geleistet: Firma Heberlein & Co. AG, Wattwil / Firma Kauf AG, Ebnat-Kappel / Bürstenfabrik, Ebnat-Kappel / Togg. Waffeln & Bisquitfabrik, Lichtensteig / Fritz Schiess & Co., Wattwil / Stoffel AG, St.Gallen / Migros St.Gallen / Handwerker & Gewerbeverein, Wattwil / Gemeinden Lichtensteig, Wattwil und Ebnat-Kappel.

Namensänderung

Anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung vom 29. Juni 1970, also noch vor der Aufnahme des Betriebes, musste der Name „Verkehrsbetriebe Mitteltoggenburg" auf Anordnung des Handelsregisteramtes und des Volkswirtschaftsdepartementes abgeändert werden. Unser Unternehmen heisst seit diesem Datum «Busbetrieb Lichtensteig - Wattwil - Ebnat-Kappel» oder abgekürzt «BLWE».

Chronik

2017

Mit 957‘041 Reisenden beförderte der BLWE so viele Personen wie noch nie.

Die Einführung des ¼ Stundentaktes per Fahrplanwechsel vom 9. Dezember 2017 bedeutete für das Fahrpersonal und die Geschäftsführung einen grossen organisatorischen Aufwand. Für die Umsetzung und damit die Verdichtung des Fahrplanes am Morgen und am Abend benötigten wir mehr Personal.

Im Dezember 2017 hat das Bundesamt für Verkehr die Konzession der SOB für die Abendkurse zwischen Wattwil und Nesslau neu dem BLWE bis 14.12.2019 übertragen. Die Tarifhoheit verbleibt bei der SOB.

Das Bauchprojekt Sedelbäche, mit Bachführung zwischen Betonwerk und BLWE Halle, hätte auch die künftige Entwicklung der Busgaragierungen eingeschränkt. Deshalb hat der BLWE Verwaltungsrat nach Lösungen gesucht, welche einerseits den künftigen Platzbedarf des Busbetriebes, wie auch die Interessen des Bachprojektes erfüllen. Die nachfolgenden Verhandlungen mit der Säntis Energie AG als Grundeigentümer, den Nutzern des Betonwerk und mit der Gemeinde Wattwil konnten mit Kaufvertrag per Ende 2017 über 2‘367 m2 Bodenfläche erfolgreich abgeschlossen werden. Derzeit steht das Betonwerk mit den entsprechenden Bauten und Anlagen, nach wie vor im Baurecht, auf dieser Grundstücksfläche.

Die Bushalle, erstellt im Jahr 1998/1999, ist schon fast 20 Jahre alt. Bei der Einstellhalle haben wir neben einer neuen Beleuchtung in LED Technik auch die Tanksäule und vier von sieben Hallentoren saniert. Die seitlichen Betonsockel wurden in Eigenleistung neu gestrichen.

2016

Mit über 922‘000 Reisenden hat der BLWE so viele Personen transportiert wie noch nie.

46. Generalversammlung BLWE in der FABRIK, Ebnat-Kappel. Die Genossenschafter stimmen dem Kauf eines Normalbus im Rahmen der Flottenerneuerung einstimmig zu. 

Ein flächendeckendes Qualitätsmesssystem bei allen Transportunternehmen im Regionalen Personenverkehr (RPV) wird eingeführt.
Seit Anfang 2016 sind dafür Testkunden in der gesamten Schweiz im Einsatz. Diese erheben und bewerten systematisch die Sauberkeit, Fahrgastinformationen und weitere wichtige Qualitätsmerkmale des regionalen Bahn- und Busverkehrs.

 Die Lokalzone Wattwil wird per 11. Dezember 2016 aufgehoben.

2015

In Ebnat-Kappel, Bahnhof wird die Bushaltestelle neu gestaltet.

3. Juni: Inbetriebnahme neuer Gelenkbus Nr. 4. Somit sind drei Gelenkbusse und zwei Normalbusse täglich im Einsatz.

Die 45. Generalversammlung in der Aula Kantonsschule und Restaurant National in Wattwil stand ganz im Zeichen der Erneuerungswahlen.

Kanton Glarus, die Marchzone (Kt SZ) und das Fürstentum Lichtenstein werden im Tarifverbund Ostwind integriert.

2014

Die Generalversammlung hat dem Kauf eines weiteren Gelenkbusses im Jahr 2015 zugestimmt.

Seit September sind alle Busse mit Lifesystems-Doppelbildschirmen und mit Echtzeitinformationen ausgerüstet.

18. September: Inbetriebnahme neuer Gelenkbus Nr. 1 als Ersatz des allerersten Gelenkbus vom Herbst 2002.

Fahrplanausbau mit verlängertem Halbstundentakt am Abend auf dem Streckenabschnitt Wattwil - 
Ebnat-Kappel.

Ausbau und Systematisierung des Fahrplans am Abend auf dem Streckenabschnitt Wattwil - Lichtensteig.

2013

An der 43. Generalversammlung im Restaurant Löwen in Ebnat-Kappel bewilligte die GV den Kauf eines neuen Gelenkbusses für 2014.

Erstmals wurde im April eine 2-jährige Angebotsofferte für die Fahrplanjahre 2014 und 2015 eingereicht.

2012

Neue Statuten: Die Generalversammlung genehmigte die Statutenrevision einstimmig.

Das alle drei Jahre durchgeführte Rezertifizierungs-Audit wurde erfolgreich bestanden.

2011

Infolge Sanierung des Wasserfluhtunnels wird die letzte Verbindung Brunnadern - Wattwil vom April bis Dezember jeweils von Sonntag/Montag bis Donnerstag/Freitag mit einem BLWE-Bus gefahren.

Markante Frequenzsteigerung mit der Einführung des Halbstundentakts von Montag - Samstag.

Ab Fahrplanwechsel 2011/2012 hat der Bund neu auch den Streckenabschnitt Wattwil - Lichtensteig in die RPV-Abgeltungsvereinbarung aufgenommen. Somit beteiligen sich Bund und Kanton gemeinsam an der ganzen BLWE-Linie Lichtensteig - Wattwil - Ebnat-Kappel.

An einer ausserordentlichen Generalversammlung im Dezember wird die Genossenschaft OSTWIND gegründet.

2010

8. Januar: der neue, zweite Gelenkbus wird anlässlich einer Einweihungsfahrt mit Genossen-schafterinnen und Genossenschaftern in Betrieb genommen und gleichzeitig im Linienverkehr Lichtensteig - Wattwil - Ebnat-Kappel eingesetzt.

7. Mai: 40. Generalversammlung im Kapplerhof, Ebnat-Kappel. Kleines Jubiläum mit Rückblick auf 40 Jahre BLWE.

Mit dem Fahrplanwechsel vom 12. Dezember erfolgt ein markanter Fahrplanausbau. Die Taktlücke am Vormittag wird geschlossen und der integrale Halbstundentakt am Samstag eingeführt.

Die Bahnersatzkurse im Auftrag der SOB verkehren abends neu von Wattwil - Nesslau in der Taktlage (bisher Wattwil - Wildhaus). Zusätzlich wird das Nachtangebot Wil - Kirchberg - Wattwil bis Ebnat-Kappel um 1 Stunde ausgeweitet. Somit verkehren neu zwei Nachtverbindungen um 1.03 Uhr und 2.03 Uhr ab Wil ins Toggenburg.

2009

1. Juni: Einführung des integralen Tarifverbunds (ITV) OSTWIND.

Automatische Fahrgastzählungen in Bus 1 (Gelenkbus) und in Bus 3 werden in Betrieb genommen.

Bestellung eines neuen Niederflur Citaro Mercedes Busses als Ersatz für ein 13-jähriges Fahrzeug. Lieferung auf den Fahrplanwechsel Dezember 2009.

2008

1. Januar: Der Bereich Finanzen inkl. Buchhaltung wird im Auftragsverhältnis der Schweizerischen Südostbahn AG übertragen.

Herbst: Die neuen Verkaufsgeräte für die Chauffeure werden in Betrieb genommen.

Grundstückkauf bei der BLWE-Halle als Ergänzung.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 wird die SOB-Nachtbuslinie Wil - Kirchberg - Wattwil - Nesslau und zurück bis Wattwil in den Nächten Freitag/Samstag und Samstag/Sonntag realisiert.

2007

Juni: Das technisch anspruchsvolle Fahrgastinformationssystem wird in Betrieb genommen. Die Fahrgäste werden elektronisch und akustisch über den nächsten Halt informiert.

1. August: Die Geschäftsführung wird im Auftragsverhältnis der BLWE an die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) übertragen.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2007 kann die Nachmittagslücke durch einen integralen Halbstundentakt ergänzt werden. Somit kann das Angebot von Montag - Freitag weiter ausgebaut werden und es besteht zwischen 11.00 und 20.00 Uhr ein integraler Halbstundentakt.

2005

2. Mai: Inverkehrssetzung Niederflur Citaro Mercedes Bus. Damit sind 3 von 4 Bussen als Niederflurbus in Betrieb.

Fahrplanwechsel vom 11. Dezember 2005: Der abendliche Stundentakt von Lichtensteig nach Nesslau wird verwirklicht.

2004

Bestellung eines neuen Niederflur Citaro Mercedes Busses als Ersatz für ein16-jähriges Fahrzeug. Lieferung im April/Mai 2005.

2003

Am 1. Oktober wird im Busbetrieb erstmals der Greenenergie Diesel (schwefelarmer Diesel) verwendet.

Mitte Oktober: Der Busbetrieb BLWE erreicht die ISO Zertifizierung 9001/2000 als einer der ersten konzessionierten Busbetriebe in der Ostschweiz. Im gleichen Jahr wird ab Oktober mit schwefelfreiem Dieselöl gefahren.

2002

Seit dem 1. Januar 2002 gilt der Tarifverbund Ostwind mit über 40 beteiligten Transportunternehmungen in der Ostschweiz.

Ab Oktober fährt erstmals der neue Niederflur-Gelenkbus auf der BLWE-Linie.

2001

An der Generalversammlung vom 18. Mai wird der neue, behindertengerechte und abgasarme Citaro Mercedes Niederflurbus vorgestellt. Inbetriebsetzung am 9. Juni 2001.

Mit dem Fahrplanwechsel erfolgt die gleichzeitige Einführung der beiden Fahrpreisvergünstigungen von Halbtaxabo und Generalabonnement. Dadurch wird das Tarifsystem gänzlich neu gestaltet und den Anforderungen und Regeln des Halbtaxabonnements angepasst.

2000

Der Sichtbetrieb (unkontrollierter Einstieg der Fahrgäste) wird auf der BLWE-Linie eingeführt. Damit verbunden sind vermehrte Fahrkartenkontrollen.

1999

17. Februar: Die BLWE-Halle stürzt unter der Schneelast ein. Als Ursache wird ein Berechnungsfehler eines Flawiler Ingenieurbüros ermittelt. Die Fahrzeuge werden über die Sommermonate im Freien parkiert. 

Herbst: Die Halle wird wieder in Betrieb genommen. Die Versicherung kommt für den entstandenen Schaden auf.

1998

Der vierte BLWE-Bus mit 48 Sitz- und 40 Stehplätzen wird für den Bahnersatzdienst nach Wil angeschafft. 

Am 27. April erfolgt der Spatenstich für die neue Fahrzeugeinstellhalle in Wattwil. Die Hallengrösse beträgt 27 x 25 m.

1994

Der BLWE erbringt neu den Bus-Bahnersatzkurs von Wattwil nach Wil für die SBB.

1993

Zusammen mit der BT wird ein Bus-Bahnersatzdienst von Wattwil nach Nesslau bis Wildhaus realisiert.

1989

Mit der SBB und BT wird ebenfalls auf der Linie Lichtensteig - Ebnat-Kappel ein Tarifverbund für Abonnemente realisiert.

1988

Das Bundesamt und das kant. Volkswirtschaftsdepartement erklären sich bereit, das Betriebsdefizit auf der Linie Wattwil - Ebnat-Kappel fast vollständig zu übernehmen.

1987

Der Fahrplan wird überarbeitet und ein alternierender Stundentakt eingeführt. In den Hauptfahrzeiten am Morgen, am Mittag und am Abend wird im Halbstundentakt gefahren.

Die Genossenschafter bewilligen einen Kredit in der Höhe von CHF 1 Mio. für den Ankauf von 3 Bussen Mercedes O 405.

Die drei Gemeinden Lichtensteig, Wattwil und Ebnat-Kappel verpflichten sich, die Abonnemente massgeblich zu verbilligen.

1986

Bis 1986 bezahlen die Genossenschafter annähernd Fr. 0.5 Mio. als Defizitbeiträge an den Busbetrieb.

1970

Gründung Busbetrieb BLWE als Genossenschaft.

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